Tief unter Schloß Friedenstein – die Kasematten von Gotha

In Gotha gibt es auch Dinge zu sehen, die dem „normalen“ Besucher der Stadt veborgen bleiben. Man muss schon in den Untergrund, um dieses Außergewöhnliche zu entdecken.

Tief unter Schloss Friedenstein findet man nämlich die Kasematten. Die Besichtigung der Jahrhunderte alten Anlage ist nur im Rahmen einer Führung möglich, die täglich um 13:00 und um 17:00 Uhr angeboten wird. Die Eintrittskarten zu 6,—€ können über die Touristinfo Gotha oder auch direkt beim Touristenführer erworben werden. Den Zugang findet man am östlichen Wall der Schloßanlage.

Der unterirdische Rundgang dauert etwa 1 bis 1,5 Stunden. Aber Achtung – die Temperatur beträgt nur rund 8(!) Grad und die Luftfeuchtigkeit 90%. Also entsprechende Kleidung anziehen! Erläutert werden die Entstehung der Anlage und die verschiedenen Nutzungen. Zugänglich sind nur rund 300 m. Aber die haben es schon in sich. Schmale Gänge, breitere Flure, Treppen, Luftschächte/Pulverdampfabzugsschächte und Kellergewölbe wechseln einander ab.

Durch die sehr plastischen Schilderungen unseres Guides wurde uns peu-a-peu näher gebracht, wie es damals wohl hier zugegangen sein muss. Den Ernstfall aber – eine Erstürmung des darüberliegenden, zu schützenden Schlosses – hat es nie gegeben.

Laßt euch also auf die Geschichte ein und nehmt euch die Zeit für den Gang in den Untergrund. Uns haben die Kasematten sehr gut gefallen und wir können einen Besuch nur weiter empfehlen.

3 Gedanken zu “Tief unter Schloß Friedenstein – die Kasematten von Gotha

  1. Bei solch einer interessanten Führung wäre ich direkt dabei. Wie sonst könnte man so in unsere Vergangenheit und Geschichte eintauchen?
    Vor einiger Zeit nahmen wir an einer Führung teil, die unter (!) dem Kölner Dom stattfand.
    Unter dem Fußboden des Domes gibt es gewaltige Räume voller Bodendenkmäler, jede Menge Mauer- und Fundamentreste, sogar Straßenpflaster, Fußböden, Gruben, Brunnen und sogar Gräber.
    Wir waren erstaunt und begeistert von der immensen Leistung der mittelalterlichen Baumeister.
    Beeindruckend!
    LG von Rosie

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    1. Für mich sind solche unterirdische Exkursionen immer ein Ereignis. Ob Balearen, Südfrankreich oder Mitteleuropa, ob natürlich oder von Menschen gebaut – immer wieder gibt es neue Eindrücke. Ein Erlebnis bleibt mir wohl immer in Erinnerung – in Südfrankreich wollten meine Frau und ich mit unserer damals 4-jährigen Tochter eine Höhle ( oder auch Grotte ) besichtigen. Dies teilten wir unserer Kleinen auch mit. Sie kannte natürlich nicht den Unterschied zwischen einer Grotte und einer Kröte ( deutsche Sprache = schwere Sprache ). Auf der Fahrt wurde sie immer stiller. Am Parkplatz angekommen, platzte es dann aus ihr heraus: „Ich will aber nicht in die Kröt‘!“ Das erklärte uns dann natürlich ihr Verhalten auf der Anreise und die Wichtigkeit weitere, kindlicher Erklärungen.

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