Verblichener Charme vergangener Jahre – ein Tag in Bad Ems

Familiär bedingt sind wir häufig in Koblenz und Umgebung unterwegs. Dabei besuchen wir auch öfter Städte in der Nähe. Diesmal führte uns unser Tagestrip nach Bad Ems. Es mag vielleicht der späten Jahreszeit geschuldet sein – der Park wirkte etwas trostlos, die Cafes/Gaststätten hatten ihre Außenaktivitäten eingestellt -, dass Bad Ems insgesamt trotz des guten Wetters recht verlassen wirkte.

Viele der alten Hotels sind aber noch in einem recht guten Zustand; dadurch verbessert sich das Gesamtbild erheblich.

Weitere markante Gebäude, wie z.B. die alte russisch-orthodoxe Kirche, das Spielcasino oder die Römerquelle bestätigen diesen Eindruck.

Weiter erwähnenswert wäre auch noch das Beatles-Cafe „Yellow Submarine“ mit dem angeschlossenen Beatlesmuseum sowie die Kurwaldbahn, eine Standseil-Bergbahn zur Bismarckhöhe.

Insgesamt gesehen versprüht die Kurstadt dennoch einen etwas verblichenen Charme. Viele Geschäfte in der Haupteinkaufsstrasse und in Bahnhofsnähe stehen leer, bzw. dienen Galerien oder Antiquitätenhändlern als reine Ausstellungsfläche. Und was verblieben ist, ist auch nicht das Nonplusultra der deutschen Geschäftswelt. Verglichen mit anderen Kurstädten hat m.E. Bad Ems verloren oder vielleicht war das Flair der Konkurrenz auch nie vorhanden.

Etwas anders sieht es im Spätsommer/Anfang September eines jeden Jahres aus, wenn der alljährliche Blumenkorso – Deutschlands größte und unbestritten schönste rollende Blumenschau – zehntausende Besucher aus ganz Europa nach Bad Ems lockt. Über 1,5 Millionen Dahlien und rund 300.000 Schnittblumen zieren mehr als 30 monumentale Motivwagen. Vielleicht ein Grund, Bad Ems nochmals zu besuchen!

Unseren Abschluss machten wir im „Adria“. Dieses kroatische Restaurant liegt in der Innenstadt von Bad Ems. Empfangen wird man von einem typischen Ambiente, das eine gewisse Gemütlichkeit ausstrahlt. Innen stehen ca. 60 Plätze zur Verfügung. Bei gutem Wetter kann man auch im „Pavillon“ Platz nehmen und sitzt dann im Freien. Bedient wurden wir sehr freundlich. Die recht große Speisekarte enthält viele kroatische und internationale Spezialitäten. Die Preise liegen im mittleren Bereich; die Getränke sind günstig. Täglich werden zudem 3 Tagesmenüs angeboten (inclusive Suppe und Nachtisch). Wir hatten ein Menü und einen Grillteller. Mit Getränken zahlten wir rd. 28 €. Die Qualität und Quantität der Speisen war gut; manches musste man nur etwas nachwürzen. Wir waren jedenfalls zufrieden und können das Restaurant guten Gewissens weiter empfehlen.

Als Fazit ist festzuhalten – wer in der Nähe ist, kann Bad Ems durchaus besuchen. Aber aus meiner Sicht ist es kein Muss. Und es sollte in den Sommermonaten sein, wenn bei gutem Wetter auch Einiges im Freien stattfinden kann.

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