Konstanz – Rundgang durch eine Stadt fast 600 Jahre nach Ende des Konzils 1414-1418

Wer Konstanz noch nicht kennt, sollte unbedingt einen Besuch in nächster Zeit einplanen. Die Meisten kommen in der Regel mit dem Schiff im Hafen von Konstanz an. So auch wir! Begrüßt wurden wir von der 9 m hohen „Imperia“, einer Darstellung einer Edelkurtisane des 16. Jhds. Auf ihren Händen sitzt rechts König Sigismund und links Papst Martin V., der während des Konzils gewählt wurde.

Nach dem Aussteigen liegt auf der rechten Seite das Konzilgebäude, ein ehemaliges Korn- und Lagerhaus aus dem 14. Jhd. Zur Konzilzeit wurde hier Martin V. gewählt. Heute ist es Konzert- und Veranstaltungshalle.

Wir gehen nun geradeaus durch die Fußgängerpassage unter der Bahnlinie und erreichen die „Marktstätte“ und damit auch schon die Altstadt. Und hier geht es Schlag auf Schlag – rechts das ehemalige Bürgerspital, links das ehemalige Reichspostgebäude, heute Sitz der Sparkasse Bodensee. Im früheren Hotel „Zum goldenen Adler“ hat schon Goethe verkehrt. Am Ende der Markstätte steht dann der Kaiserbrunnen und das Haus „Zum Wolf“ mit seiner einzigartigen Rokoko-Fassade.

Hier biegen wir nach links ab in die Rosgartenstrasse. Vorbei an der Dreifaltigkeitskirche (Innenbesichtigung nicht vergessen), kommen wir zum „Bodanplatz“, wo im Mittelalter Schlachtvieh verkauft wurde. Unweit dieses Platzes holt uns auch die Neuzeit ein. In der Kreuzinger Strasse ist eine Zollstation zur Schweiz eingerichtet.

Wir wenden uns aber nach rechts und gehen die Bodanstrasse hinunter bis zum Schnetztor, einem der viele Tore der Stadt. Erwähnenswert ist, dass das äußere und innere Erscheinungsbild sich wesentlich unterscheidet. Durch dieses Tor hindurch erreichen wir wieder die Fußgängerzone. Hier steht auch das Hus-Museum. Der Reformator Jan Hus wurde während des Konzils wegen seines Glaubens hingerichtet.

Es folgt der Obermarkt mit seinen sehenswerten Gebäuden u.a. das Hotel „Barbarossa“. Der Wessenbergerstrasse folgend erhebt sich auf dem Münsterplatz das kath. Münster „Unserer lieben Frau“. Hier muss man unbedingt für eine Innenbesichtigung Zeit einplanen, Es lohnt sich!

Über die Gerichts- und Inselgasse bzw. durch die sich anschließenden engen Gassen erreichen wir die Konzilstrasse. Auf der gegenüber liegenden Insel steht das „Steigenberger Inselhotel“, das früher einmal ein Dominikanerkloster war. Hier sollte man sich unbedingt die Malereien auf den Wänden um den Innenhof ansehen.

Zurück auf der Konzilstrasse erreichen wir nach kurzer Zeit auch das Ende des Rundganges und damit den Schiffsanleger, den Ausgangspunkt unserer Tour.

Sehr hilfreich war für uns der Reiseführer „Stadtrundgang“, den wir für 1 € bei der Tourist-Info erwarben. Hier ist dann auch beschrieben, wie die einzelnen Gebäude zur Konzilzeit genutzt wurden, dessen Ende sich im nächsten Jahr zum 600. Mal jährt. Für den Rundgang –   für uns war er sehr interessant und lehrreich – sollte man auch wegen der Innenbesichtigungen mind. 3 Stunden einplanen.

Wie ihr auf meinen Bildern seht, hatten wir auch mit dem Wetter gerade unverschämtes Glück. Und noch ein Tipp – bitte unbedingt auch immer nach oben schauen. Oft steht dort geschrieben, wie die Häuser in den früheren Jhdn. genutzt wurden.

 

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