Mit hunderten von Chinesen und Japanern unterwegs – aber nicht in Asien! Nein, in Rüdesheim !!

Da wir linksrheinisch wohnen, wählten wir für unseren Besuch den Weg über Bingen. Von dort aus setzten wir mit der Fähre über nach Rüdesheim. Zum Preis (Hin- und Rückfahrt) von 4,50 € kommt man ab 10:00 Uhr stündlich auf die andere Rheinseite.

Dort angekommen, sind es vom Anleger aus über die Rheinstrasse nur ca. 600 m bis zur weltbekannten „Drosselgasse“.

Und hier beginnen dann die Meisten mit ihrer Rüdesheimbesichtigung. Besichtigung ist vielleicht etwas zuviel gesagt. Durch die sehr enge Gasse drängen gleichzeitig in beide Richtungen mehrere Hundert Gleichgesinnte, die dann links und rechts die Souvenirläden – alle bieten die gleichen Mitbringsel an – stürmen bzw. die unzähligen Restaurants entern. Bei gutem Wetter hat man dann zumindest den Vorteil, im Freien sitzen zu können. Direkt unfreundliche Bedienungen – wie so oft schon gehört – haben wir nicht angetroffen; doch man merkt den Servicekräften schon den Stress an, unter dem sie täglich stehen. Ich möchte diesen Job mit Sicherheit nicht machen.

Wenn man dann das letzte steilere Stück der Drosselgasse erklommen hat, biegt man nach rechts in die Oberstrasse ein.

Dort findet man unter der Hausnummer 35 den Käthe-Wohlfahrt-Weihnachtsmarkt. Einfach nur reinschauen und sich wundern, wie viele Weihnachtsartikel selbst im Sommer an Kunden abgesetzt werden können. Und hier stehen wir den asiatischen Touristengruppen in nichts nach!

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Käthe-Wohlfahrt-Weihnachtsladen

Direkt neben dem Weihnachtsladen ist die Talstation der Rüdesheimer Seilbahn, die Interessierte für 8,– € zum Niederwalddenkmal und zurück bringt. Wer will, kann sich bei dieser Exkursion etwas vom Trubel erholen. Allerdings heißt es „Zeit mitbringen“, denn die Warteschlangen sind teilweise recht lang.

Weiter geht es die Oberstrasse entlang bis zum „Mittelalterlichen Foltermuseum“. Für 6,– € (Kinder!! 4,50 €) werden hier die perfiden Foltermöglichkeiten früherer Jahrhunderte gezeigt. Und darin waren wir Menschen schon immer sehr erfinderisch!

Wieder im Freien wenden wir uns der bergab führenden Marktstrasse zu, die uns zum Marktplatz bringt. Dieser baumbestandene Platz wird überragt von der Jacobuskirche.

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Jacobuskirche

Hier ist der Trubel doch wesentlich geringer und man kann etwas durchatmen und in einem der Straßencafes eine kleine Pause einlegen, was auch wir getan haben. Wem es jetzt reicht, der kommt über den 2. Teil der Marktstraße nun zurück zum Anleger, von wo aus wir mit der Fähre wieder nach Bingen übersetzen.

Für alle Anderen finden sich in der „Rheinstraße“ (gleichzeitig ist das aber leider auch die durch den Ort führende Durchgangsstrasse = B42!) noch genügend Weinlokale und Souvenirläden, die letztlich auch ihre Produkte an den Mann bzw. die Frau bringen wollen.

Kommen wir nun zum Fazit:

Man sollte es sich einmal im Leben antun, um mitreden zu können und um dann vielleicht festzustellen, dass die, die nicht da waren nicht soviel versäumt haben.

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